ANDREAS THIEL
Der Punk unter den Philosophen
Andreas Thiel (geboren 1971 in Bern), Philosoph und Künstler, wurde national und international vor allem mit seinen Politsatiren bekannt, mit denen er von 1997 bis 2017 auf den Bühnen von Basel bis Bangkok gastierte und für die er mit diversen Kunstpreisen bedacht wurde. Ursprünglich absolvierte Andreas Thiel eine Lehre als Bauzeichner. Seine anschliessende Theaterausbildung genoss er bei Desmond Jones in London, Stimmbildung und Sprecherziehung bei Anneliese Fackler in Zürich, Poetik und Philosophie bei Christof Stählin in Friedberg.
Sein erstes Programm führte er ab 1997 zusammen mit dem Pianisten Jean Claude Sassine unter dem Titel Einsames Literarisches Kabarett auf. Seither trat er mit verschiedenen Programmen auf und wurde unter anderem mit dem Salzburger Stier (1999), dem Schweizer Klein-Kunst-Preis (2004), dem Prix Walo (2005), dem Schweizer Kabarett-Preis Cornichon (2008) und dem Deutschen Kabarettpreis (2013) geehrt.
Andreas Thiel war Mitbegründer und Gastgeber des legendären Bösen Montags im Theater am Hechtplatz in Zürich und des Literarischen Labors Tintensaufen in Bern. Er war jahrelang Kolumnist des Nebelspalters, der Berner Zeitung, der Sonntagszeitung und der Weltwoche und verfasste zahlreiche philosophische Essays u.a. für das NZZ Feuilleton und das traditionsreiche liberale Debattenmagazin Schweizer Monat. Seine philosophische Sonntagabendreihe Yoyogaga für den in Steckborn beheimateten Dreiländersender Kontrafunk umfasste über 100 Sendungen. Ab Oktober 2025 moderiert er auf Kontrafunk wöchentlich ein offenes Mikrofon, wieder unter dem Titel Böser Montag. Anfang 2025 kam sein erster Spielfilm Kalbermatten – Wer frei ist, ist selber schuld in die schweizer Kinos, den er zusammen mit dem Basler Rechtsphilosophen Prof. Dr. David Dürr produzierte. Die Dreharbeiten für den zweiten Film sind bereits angelaufen; dieser wird voraussichtlich 2027 in die Kinos kommen. Mit den über 700m2 umfassenden Kalbermatten Filmstudios baut das ungleiche Gespann in Regensdorf gerade die eigenen Filmstudios auf.
1. Genesis – Wie es dazu kam, dass wir hier sind
Was ist der Mensch? Diese Frage treibt Philosophen der Neuzeit in den Wahnsinn. Demgegenüber erschöpft sich die Philosophie der Antike nicht in der Frage, sondern sie findet Antworten. Eine der verblüffendsten Schriften, die schon den alten Griechen bekannt war, ist der Prolog zum Alten Testament, die «Genesis». Darin erhält der Mensch einen göttlichen Auftrag: „Macht euch die Erde untertan.“ Dieser Satz ist der Schlüssel zum Verständnis der Menschheitsgeschichte. Eine linguistische Analyse des Schöpfungsberichts stellt diesen Satz allerdings auf den Kopf.
2. Exodus – Woher die 10 Gebote kommen
Fichte verwechselte Freiheit mit Willkür. Dabei hatte bereits Rousseau erkannt, dass Freiheit mit Gesetzen zu tun hat. Auf welchen Gesetzen die Freiheit beruht, blieb ihm jedoch verschlossen. Der Schlüssel liegt im zweiten Buch Mose verborgen. Mit seiner dramenanalytischen Betrachtung des «Exodus» entfacht Thiel ein philosophisches Feuerwerk epischen Ausmasses über Gott, den Staat und die Freiheit. Stürzen Sie sich mit Andreas Thiel in ein Denkabenteuer mit spektakulärem Ausgang.
3. Recht und Gerechtigkeit – Der Unterschied macht das Desaster
Was passiert, wenn man Gesetz und Moral verwechselt? Ein so erheiterndes wie erschreckendes Gedankenspiel mit Religionen und Rechtssystemen.
TICKETS: CHF 35.– (inkl. Gebühren)
Profitieren Sie von Vergünstigungen, Spezialaktionen und einem Vorverkaufsrecht auf beliebte und schnell ausverkaufte Produktionen, indem Sie Freund vom Kulturhuus Häbse werden.


